Saknade Tjocka Linjer / Missing Thick Lines / Fehlende Dicke Linien / կորած Հաստ Գծեր

Saknade Tjocka Linjer Missing Thick Lines Fehlende Dicke Linien կորած‭ ‬Հաստ‭ ‬Գծեր

Eingebundenes Buch, Papier weiss 100 Gramm, 201 Seiten

205 mm x 255 mm

2017-2018

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Buchübergabe am 8.12.2017 Hochschularchiv der HGB Leipzig

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Das Buch habe ich im Mai 2017 angefangen.

Der Inhalt, die Fotografien, Zeichnungen, die Texte (abwechselnd in all den Sprachen, die ich spreche; Schwedisch, Englisch, Deutsch und Armenisch) und die Gestaltung sind von mir.
Das Buch enthält eine Reihe von Zeichnungen, die Karten darstellen. Sie entwickeln sich, werden auseinander geteilt und neu zusammengesetzt. Sie sind irrational, aber im Dialog mit der armenischen Ornamentik.
Das Buch besteht auch aus Found-Footage-Material: Screen shots von der Facebook-seite „ArmTravel“ vom Reiseführer Vahagn Grigoryan. Es handelt sich genauer gesagt um Screen shots von dokumentarischen Fotos mit dem Titel „today“ oder „now“.

 

Der Leitfaden des Buches ist die Suche nach einem schwarzen Stein, den ich mal während einer meiner ersten Reisen in Armenien gefunden habe.
Die Frage, was für einen Stein es ist, führte mich zu Geologen in Leipzig, Geologen in Jerewan und weiter, durch die Berge, auf dem Weg des Steines…
Meine zwei letzten Forschungsreisen nach Armenien haben mich unter anderem zu einem Buch mit Gedichten von meinem Opa in der Armenischen Nationalbibliothek geführt.

 

Es wird drei Exemplare davon geben: ein Exemplar für meine Familie, ein für die Mirzoyan Library in Jerewan und schon seit 13.12.2017 ist ein Exemplar im Hochschularchiv der Hochschule für Grafik und Buchkunst zur Verfügung.

 

Das Thema des Buches ist zuerst das Leben in der Gegenwart. In der Stille der Gegenwart werde ich mit Fragen über meine Wurzeln konfrontiert. Mittels meiner Recherche werde ich bodenständig und gleichzeitig begleitet in Richtung einer Art Fata Morgana.
Der Ursprung des Buches sind vage Fragen, die sich vervielfachen. Es geht um die Sehnsucht, dass kennenzulernen, wo keine Belichtung, Verarbeitung und Aufzeichnung vorliegt.
Ein anderes Thema des Buches ist die Zwischen-Identität und das Privileg, sich nirgendwo fremd zu fühlen. Es geht um das Identitätsstiftende, Gemeinschaftliche, um die Zugehörigkeit bzw. Entfremdung, um Heim und Heimweh. Ich bewege mich dank einer Art Dokumentationswut und lege viel Wert auf den subjektiven Blick und auf die eigene Erfahrung.

 

Der Stein, der im Buch immer wieder auftaucht ist für manche nur ein Stein, den man auf das Regal stellt. Für andere, etwas Spürbares. Wenn ich einen von diesen Steinen in meine Hand halte, ist das für mich ein Bezug zum Buch als einen Teil von mir selbst, den ich in meiner Hand halte.

 

@ ID | Cultural Memory in the Present, 13.12.2017 – 20.01.2018 HGB Galerie, Leipzig

“Guten Tag,
Sie befinden sich in der Galerie der HGB.
Um mein Buch anzuschauen, haben Sie ab dem 13.12.2017 ein Exemplar im Hochschularchiv der HGB zur Verfügung.
Das zweite Exemplar wird demnächst in meiner Familie sein, das dritte in der Mirzoyan Library in Jerewan/Armenien.
Das Hochschularchiv ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Einfach durch den Lichthof gehen.
Wenn Sie die andere Seite erreicht haben, befinden Sie sich jetzt bei der Treppe am Eingang. Biegen Sie dann rechts ab und gehen Sie geradeaus, durch einen langen Korridor mit schöner Akustik. Zu Ihrer rechten Seite befindet sich der Hof, wo Sie sich über das Wetter informieren können.
Wenn Sie die Bibliothek zu ihrer linken Seite haben, biegen Sie rechts ab und Sie sind gleich am Zielort, Raum 50, das Hochschularchiv der HGB.
Bitte vereinbaren Sie einen Termin:
klotzsch@hgb-leipzig.de”
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