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Sound-Reenactment nach Evelyn Richter’s Foto “Selbtsinszenierung” (in ihrem Studio an der TU, Dresden, 1952)

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Sound-Reenactment nach Evelyn Richter’s Foto “Selbtsinszenierung” (in ihrem Studio an der TU, Dresden, 1952)

Installatives elektro-akustisches Konzert
2017-2018

 

 

 

Uraufführung @ Women* In Action Day am 23.09.2017 in Rabet, Leipzig
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@ an_archiv, zum 20-jährigen Jubiläum des Hochschularchivs der HGB Leipzig
Eröffnungskonzert am 15.02.2018 um 20:00 Uhr in Raum 1.34 (Audiolabor)
Matineekonzerte am 16.02., 17.02., 18.02. jeweils um 17:00 Uhr in Raum 1.34 (Audiolabor)

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Installatives elektro-akustisches Konzert mit begleitendem Leporello, Zickzackfalz 10-seitig, 390 mm x 100 mm, selbstgebauter Metalltisch, Samplr (Musik App), Dayton Audio Sound Exciter (aufsetzbarer Lautsprecher) und selbstgebaute Instrumente in der Reihenfolge ihres Auftretens:

Beleuchtungsteile und Glühlampen aus einer Leipziger Passage die veraltet und ausgetauscht geworden sind (Aluminium und Glas)
Lyra-Trommel“ (Stahl)
Paukenschlägel (Aluminiumfolie/Mutter/Stahl)
2 Schachtelteile (Aluminium)
Zepter“ Näherungssensor/Kapazitätssensor. (Kupfer/Arduino)
Das Gerät misst die Kapazität des Zepters, welches eine Hälfte eines Kondensators bildet, die Andere ist die Umgebung. Durch Änderung der Umgebung ändert sich die Kapazität und somit die Frequenz, mit der der Oszillator, welcher den Kondensator beinhaltet, schwingt. Das Gerät misst die Periodendauer (1/ Frequenz) und erzeugt digital einen Ton, welcher durch die Periodendauer “inspiriert” wird. Das Gerät erzeugt einen Ton, welcher durch die Kapazität beeinflusst wird.
„Sängerin“ Beleuchtungsteil aus einer Leipziger Passage die veraltet und ausgetauscht geworden ist (Aluminium)
Metallblech 65 cm x 84 mm (Aluminium)
Aluminiumfolien Streifen 100 cm x 11 cm
Metallblech 29 cm x 42 cm (Aluminium)
Leiter“ 240 cm x 55 cm (Stahl)
2 Piezomikrofone
Jazzbesen (Kupfer/Stahl)
10 stück Kronkorken
Stahlplatte 40 cm x 25 cm
Cutter (Stahl)
Kleiderbügel (Stahl)

Das 25-minütige Stück ist teilimprovisiert mit strengen Zeitangaben. Der Fokus liegt auf dem räumlichen Aspekt des Geräusches. Der Sound bewegt sich abwechselnd von der Klangerzeugerin (ich), bis hinter dem Publikum, bis hinter der Klangerzeugerin, wo die Installation sich befindet. Teilweise vermischen sich die Sounds ineinander und bilden eine Kakofonie. Dies führt unter anderem, zur Desorientierung.

Zum Semesteranfang 2011, während eines Einführungsseminars in der HGB, hat Prof. Julia Blume ein Foto gezeigt, welches meine Interesse geweckt hat. Die Autorin des Fotos ist Evelyn Richter, eine ehemalige Studentin der HGB. Für mich schien dieses Foto schon Musik zu machen. Ich dachte, es handelt sich um eine Art Konzertaufführung. Die Figur im Foto steht aufrecht, mit viel innerer Spannung und grossen Wille. Dieses habe ich als Medium für Musik gesehen. Bei der Wiederbetrachtung des Fotos, wollte ich herausfinden, wie ich aus den Gegenständen, Klänge erzeugen bzw. daraus Instrumente entwickeln kann. Das Foto funktioniert als Katalysator, um neue Instrumente zu finden. Mit Instrumenten aus Metall, wollte ich das Foto neu lesen.

Für die Uraufführung am 23.09.2017 habe ich selbst ein Kostüm gemacht. Ich ging immer noch vom Foto aus, deshalb war es für mich wichtig, Farben wie Weiß und Aubergine-Rot zu tragen. Ich habe einen Hut, aus dem armenischen Volkstanz, mit zwei künstlichen Flechten zusammen genäht. Als ich im September das Ergebnis vor meinen Augen hatte, stellte ich im Nachhinein fest, dass mein Kostüm wie ein afghanisches Nomaden-Kleid aussieht. Bei Betrachtungen des Fotos Ende des Jahres, schien mir die dargestellte Person abschreckend. Sie hat etwas Unheimliches – bis hin zu etwas Unausgesprochenem. Sie hat mich an Sun Ra und Laurie Anderson erinnert, die beide ihre Musik als utopische und transformative Grammatik verwenden, um auf einer anderen Ebene anzukommen…

 

Laut Susan Sontag, bekommen Subjekte einen gewissen Pathos, wenn sie fotografiert werden.
Während der Recherche, habe ich Maryam Sahinyans Fotos von ihrem Studio gesehen. In ihrem Fotostudio ändert sich der Hintergrund nie und es gibt nur einen Teppich als Einrichtung. Die Leute haben einen großen Spielraum, um sich vor der Kamera zu inszenieren bzw. um selbst zum Bild zu werden. Diese surreale Erfahrung habe ich als Kind im Fotostudio meines Vaters gemacht. Anschließend habe ich von mehreren Quellen herausgefunden, dass die Autorin des Fotos in Dresden lebt. Ich habe mich entschieden Kontakt mit ihr aufzunehmen, um mehr über das Foto zu erfahren.

 

Re-enactments sind normalerweise Geschehnisse oder Ereignisse mit einem Verlauf. Das Foto “Selbtsinszenierung” ist ein Festhalten eines Moments und zeigt auf „Ich war da“.
Die Sounds im Konzert sind aber von Natur aus immateriell und bewegen sich. Sound ist Zeit. Als ich die Autorin getroffen habe, habe ich unter anderem erfahren, dass das Foto in der DDR-Zeit bei allen ihren Ausstellungen dabei war. Nach dem Besuch habe ich einen Text Besuch bei Evelyn Richter am 04.01.2018 im Anthroposophischen Altersheim „Christengemeinschaft Rudolf Frieling“ in Dresden, über meine Erfahrungen geschrieben.

 

Der Leporello, der als begleitendes Material für das Konzert dient, enthält:
Ausschnitte aus meinem Text und mehrere Collagen, aus Evelyn Richter’s Foto “Selbtsinszenierung”, der Entwicklungsprozess des Partiturs, das Dokumentationsfoto von der Uraufführung und das selbstgemachte Kostüm.

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Heute. Der 5. Mai 2018 ist einem Tag, an dem ich mir die Zeit genommen habe, diesen Text über mein Evelyn Richter Reenactment zu aktualisieren. Auf dem Weg zur Bibliothek, gehe ich am Augustusplatz vorbei. Es gibt eine Autoshow mit DDR-Autos. Ich setze mich hin, um die Stimmung in mich aufzunehmen.
 Ich frage meine Nachbarin neben mir auf der Brunnentreppe, eine Frau mit langen braunroten Haaren, ob es ausschließlich von Autos aus der DDR handelt.
Sie erzählt, dass die Autoshow jährlich stattfindet. Im letzten Jahr in Dresden und dieses Jahr in Leipzig. Aus der Brunnentreppe, auf der wir sitzen, stehen alle Autos, die von Besuchern umgegeben sind, und im Hintergrund steht die Oper Leipzig mit neuen Gerüsten für Restaurierungsarbeiten.
Es ist eine besondere Stimmung. Eine konzentrierte Dichte. Wir sprechen darüber, dass Erinnerungen aus der DDR-Zeit zum Vorschein kommen, einfach indem man diese Gegenstände (Autos) auf dem Augustusplatz platziert. Und für jene Besucher, die die DDR-Zeit noch nicht erlebt haben, ist dies ein Moment der Bildung.
Sie erzählt, dass es in der DDR keine Demokratie gab und dass die Polizei viel härter war als heutzutage.

 Ich erzähle ihr, dass viele Kinder von Künstlern im Gefängnis geboren sind.

 Eine Frau mittleren Alters geht die Treppe hinunter, auf der wir sitzen. Sie erzählt ihrer jüngeren Freundin “Jetzt wirst du sehen, jetzt wird es ganz historisch für euch”. 

Die Autos fangen langsam an sich aufzulösen, Rauch steigt auf. Es ist um 18:00 Uhr. Meine Nachbarin sagt, dass es ihr Spaß gemacht hat, mich kennenzulernen und fährt los mit ihrem Auto aus der DDR-Zeit.
Jetzt kommt eine Gruppe von Leuten aus dem ägyptischen Museum, die alle als Ägypter verkleidet sind. Zuletzt im Zug sind zwei Mädchen mit langen braunen Haaren in Zöpfen, vielleicht aus Syrien, die sind auch verkleidet.

 

@ YUP Festival. Kunsthalle Osnabrück – “Bürgergehorsam” Turm der Kunsthalle am 27.10.2018

 

 

Sound-Reenactment of Evelyn Richter’s photo “Selbtsinszenierung” (in her studio at the TU, Dresden, 1952)

An installative electro-acoustic concert
2017-2018

Premiere @ Women* In Action Day on 23.09.2017 in Leipzig

@ an_archiv to mark the 20th anniversary of the HGB university archive, Leipzig
Opening concert on 15.02.2018 at 20:00 in room 1.34 (Audiolabor)
Matinee concerts on 16.02., 17.02., 18.02. at 17:00 in room 1.34 (Audiolabor)

A 25 min installative electro-acoustic concert with accompanying Leporello, 10-sided zigzag fold, 390 mm x 100 mm, self-made metal table, Samplr (music app), Dayton Audio Sound Exciter (attachable speaker) and self-made instruments in the order of their appearance:

Out-dated lamp parts and bulbs that have been replaced from an arcade in Leipzig (aluminium und glass)
Lyre-drum“ (steel)
Timpani mallets (aluminium foil/nut/steel)
Two case parts (aluminium)
Scepter“ proximity sensor / capacitance sensor. (Copper / Arduino)
The device measures the capacity of the scepter, which is one half of a capacitor, the other is the environment. Changing the environment changes the capacitance and thus the frequency with which the oscillator, which contains the capacitor, oscillates. The device measures the period duration (1 / frequency) and digitally generates a tone that is “inspired” by the period duration. The device generates a sound that is influenced by the capacity.
Out-dated „Singer“ lamp part that has been replaced from an arcade in Leipzig (aluminium)
Metal sheet 65 cm x 84 mm (aluminium)
Aluminium foil strips 100 cm x 11 cm
Metal sheet 29 cm x 42 cm (aluminium)
Ladder“ 240 cm x 55 cm (steel)
Two Piezo microphones
Jazzbrush (copper steel)
Ten pieces of bottle caps
Steel plate 40 cm x 25 cm
Cutter (steel)
Hanger (steel)

The 25-minute piece is partly improvised with strict time specifications. The focus is on the spatial aspect of the sound. The sound moves alternately from the sound producer (me), behind the audience, to the sound producer, where the installation is located. Partly, the sounds mix together and form a cacophony. This leads to disorientation, among other things.

 

During an introductory seminar in the HGB in 2011, Prof. Julia Blume showed a photo that awoke my interest. The author of the photo is Evelyn Richter, a former student of the HGB. For me, this photo already seemed to make music. I thought it was a kind of concert performance. The figure in the photo stands upright, with much inner tension and great will. I saw her as a medium for music. When reviewing the photo, I wanted to find out how I can create sounds from the objects or develop instruments from them. The photo works as a catalyst to find new instruments. I wanted to re-read the photo with metal instruments.

For the premiere on 23.09.2017, I made a costume. Departing from the photo and putting importance on wearing colors like white and aubergine red. I sewed a hat, inspired by the hats in Armenian folk dance, with two artificial braids. Afterwards, when I saw the result in September I realised that my costume looked like an Afghan nomad dress. When viewing the photo at the end of the year, the person depicted seemed scary to me. Something is uncanny – to the point of something unspoken. She reminded me of Sun Ra and Laurie Anderson, who both use their music as an utopian and transformative grammar to arrive on a different level.

 

According to Susan Sontag, subjects gain pathos when photographed. During the research process, I saw Maryam Sahinyan’s studio photos. In her photo studio the background never changes and there is only one carpet as decor. People have great deal of freedom to stage themselves in front of the camera / or to become an image themselves. As a child, I had made this surreal experience in my father’s photo studio. Later, I found out that the author of the photo lives in Dresden, from several sources. I decided to contact her to find out more about the photo.

 

Re-enactments are usually happenings or events with a course of development. The photo “Selbtsinszenierung” is a capture of a moment and demonstrates “I was there”.
The sounds in the concert are, however, inherently immaterial and moving. Sound is time. When I met the author, among other things, I learned that the photo was present at all her exhibitions during the GDR era. After the visit, I wrote a text “Visiting Evelyn Richter on 04.01.2018 in the Anthroposophical retirement home „Christengemeinschaft Rudolf Frieling“ in Dresden”, about my experience.

 

The Leporello, which serves as accompanying material for the concert, contains excerpts from my text and several collages, from Evelyn Richter’s photo “Selbtsinszenierung”, the development process of the score, the documentary photo of the premiere and the self-made costume.

@ YUP Festival. Kunsthalle Osnabrück – in the tower “Bürgergehorsam” on 27.10.2018

 

 

 

 

 

 

 

Danke an / Thanks : Dezentrale e.V.,  Max Schöpflin,  Julia Blume,  Peter Richter,  Agnes Nguyen,  Max Schneider,  Tina Bara,  Antoinette Belin,  Nils Wange,  Jeannette Brabenetz,  Johannes Oestringer,  Stephane Querrec,  interaction Leipzig e.V.,  Bettina Wija-Stein unter anderem.

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Saknade Tjocka Linjer / Missing Thick Lines / Fehlende Dicke Linien / կորած Հաստ Գծեր

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Saknade Tjocka Linjer Missing Thick Lines Fehlende Dicke Linien կորած‭ ‬Հաստ‭ ‬Գծեր

Eingebundenes Buch, Papier weiss 100 Gramm, 201 Seiten

205 mm x 255 mm

2017-2018

 

gofundme.com/2prints

Hier klicken, um jetzt zu spenden!

 

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@ Buchübergabe am 8.12.2017 Hochschularchiv der HGB Leipzig

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Das Buch habe ich im Mai 2017 angefangen. Das Buch enthält eine Reihe von Zeichnungen, die Karten darstellen. Sie entwickeln sich, werden auseinander geteilt und neu zusammengesetzt. Sie sind irrational, aber im Dialog mit der armenischen Ornamentik. Das Buch besteht auch aus Found-Footage-Material: Screen shots von der Facebook-seite „ArmTravel“ vom Reiseführer Vahagn Grigoryan. Es handelt sich genauer gesagt um Screen shots von dokumentarischen Fotos mit dem Titel „today“ oder „now“.

Der Leitfaden des Buches ist die Suche nach einem schwarzen Stein, den ich mal während einer meiner ersten Reisen in Armenien gefunden habe.
Die Frage, was für einen Stein es ist, führte mich zu Geologen in Leipzig, Geologen in Jerewan und weiter, durch die Berge, auf dem Weg des Steines…
Meine zwei letzten Forschungsreisen nach Armenien haben mich unter anderem zu einem Buch mit Gedichten von meinem Opa in der Armenischen Nationalbibliothek geführt.

Der Ursprung des Buches ist die Zwischen-Identität und das Privileg, sich nirgendwo fremd zu fühlen. Es geht um das Identitätsstiftende, Gemeinschaftliche, um die Zugehörigkeit bzw. Entfremdung, um Heim und Heimweh. In der Stille der Gegenwart werde ich mit Fragen über meine Wurzeln ständig konfrontiert. Ich bewege mich dank einer Art Dokumentationswut und lege viel Wert auf den subjektiven Blick und auf die eigene Erfahrung. Mittels meiner Recherche werde ich bodenständig und gleichzeitig begleitet in Richtung einer Art Fata Morgana.

Der Stein, der im Buch immer wieder auftaucht ist für manche nur ein Stein, den man auf das Regal stellt. Für andere, etwas Spürbares. Wenn ich einen von diesen Steinen in meine Hand halte, ist das für mich ein Bezug zum Buch als einen Teil von mir selbst, den ich in meiner Hand halte.

Die Texte (abwechselnd in all den Sprachen, die ich spreche: Schwedisch, Englisch, Deutsch und Armenisch) sind von mir. Auch die Fotografien, Zeichnungen und die Gestaltung sind von mir.

Es wird drei Exemplare davon geben: ein Exemplar für meine Familie, ein für die Mirzoyan Library in Jerewan und schon seit 13.12.2017 ist ein Exemplar im Hochschularchiv der Hochschule für Grafik und Buchkunst zur Verfügung.

 

@ ID | Cultural Memory in the Present, 13.12.2017 – 20.01.2018 HGB Galerie, Leipzig

“Guten Tag,
Sie befinden sich in der Galerie der HGB.
Um mein Buch anzuschauen, haben Sie ab dem 13.12.2017 ein Exemplar im Hochschularchiv der HGB zur Verfügung.
Das zweite Exemplar wird demnächst in meiner Familie sein, das dritte in der Mirzoyan Library in Jerewan/Armenien.
Das Hochschularchiv ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.
Einfach durch den Lichthof gehen.
Wenn Sie die andere Seite erreicht haben, befinden Sie sich jetzt bei der Treppe am Eingang. Biegen Sie dann rechts ab und gehen Sie geradeaus, durch einen langen Korridor mit schöner Akustik. Zu Ihrer rechten Seite befindet sich der Hof, wo Sie sich über das Wetter informieren können.
Wenn Sie die Bibliothek zu ihrer linken Seite haben, biegen Sie rechts ab und Sie sind gleich am Zielort, Raum 50, das Hochschularchiv der HGB.
Bitte vereinbaren Sie einen Termin:
klotzsch@hgb-leipzig.de”
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@ Buchpräsentation am 103. Genozid Gedenktag den 24. April 2018 an der HGB Leipzig. Dokumentation/Illustration von Elisabeth Mossbauer (http://liliova.tumblr.com)

©elisabeth_mossbauer

 

 

Saknade Tjocka Linjer Missing Thick Lines Fehlende Dicke Linien կորած Հաստ Գծեր

Bound Hardback book, Paper white 100 gram, 201 Pages

205 mm x 255 mm

2017-2018

@ Book handover on 8.12.2017 HGB University Archive Leipzig

I started the book in May 2017. It contains a series of drawing, which represent maps. They evolve, are divided in two parts and reassembled. They are irrational, but in dialogue with Armenian ornaments. The book also features found footage material: screen shots of the Facebook site „ArmTravel“ from the travel guide Vahagn Grigoryan. More specifically, they are images of the documentary photos titled „today“ and „now“.

The main theme of the book is about the search for a black stone, which I found on one of my first trips to Armenia. The question of the nature of that stone led me to geologists in Leipzig, in Yerevan, and further through the mountains, on the path of the stone. Amongst other things, my last two research trips to Armenia led me to a book of poetry by my grandfather at the Armenian National Library.

The book is about the in-between identity and the privilege of not feeling Other anywhere. It is about the identity shaping, collectiveness, about belonging and alienation, about home and homesickness. I am constantly confronted with questions about my roots, in the stillness of the present. I move forward thanks to a red taping, putting particular importance on the subjective gaze and its experience. In the research process for the book I become both grounded and led towards a sort of mirage.

For some, the stone that keeps resurfacing in the book, is just a stone put on the shelf. For others, the stone is something sensible. For me holding one of these stones in my hand, it is a reference to the book as a part of myself.

I am the author of the text, which shifts between the languages I speak: Swedish, English, German and Armenian. I also produced the photos, the drawings and the graphic design.

There will be three copies of the book: one copy for my family, one copy for the Mirzoyan Library in Yerevan, and, since 13.12.2017, there is a copy at disposal at the HGB University Archive Leipzig.

 

@ Book presentation on the 103rd Genocide Remembrance Day April 24, 2018 at HGB Leipzig. Documentation / Illustration by Elisabeth Mossbauer (http://liliova.tumblr.com)

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Territorial Agendas

Eric Andersson & Melody Panosian

Territorial Agendas

Fälzel Broschur, 99 Seiten, 120 mm x 180 mm

2017

Territorial Agendas , Melody Panosian/Eric Andersson "Full Stop", Leipzig 20 May 2017

Observations and interventions in Leipzig, focusing on invasiveness in the built environment.

The work is based on observations along an experienced border through Leutzsch/Plagwitz/Connewitz in western and southern Leipzig, where currently, a more or less visible struggle is going on between city developers and citizens.

This border is manifested by temporary, yellow traffic/contruction site elements, which are almost behaving territorially.

 

 

@ Full Stop, 20.05.2017, Leipzig

Territorial Agendas , Melody Panosian/Eric Andersson "Full Stop", Leipzig 20 May 2017

 

 

 

 

 

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Untitled

Zaida Guerrero Casado & Melody Panosian

Site-specific installation; Coartyard east side, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Cobblestone, white rope, wall 

 

@ HGB Rundgang 2016

We provoked, and promoted a wound on what would normally be a solid and stable base. We altered the ground made out of cobblestones.
We wrapped the cobblestones in ropes and placed them carefully back into their original holes.
One of them was placed prominently on the sidewalk, marking the outside. Another cobblestone was also placed outside, right in front of the wall, and on the other side of the wall. The rest of the cobblestones shaped a long two branched scar.

The “wound state”, which reveals the sand underneath the cobblestones, allowed two different possible evolutions: the healing phase through which the lived experience or even the pain could be integrated. Or its reopening by pulling the stones out again, which implied a revision, a reawakening of the pain where aggression and suffering would meet. Thus, the cobblestones had the potencial to be a stitch but also a weapon.

In any case, the wound offered the chance to build something new as a result of an interaction. The decision relied on the visitors, who transformed and manipulated the work. These interventions were revealed through time.

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Frida OveRt MIMSY MASK

Ei-Tempera, Pigment, Aquarellstifte

100 cm x 149 cm

2013 – 2015

@ HGB Rundgang 2015

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Statement


Faltposter

594 mm x 840 mm (DIN A1)

Rollenpapier 90g, Handykamera.

2011-2015

 

@ HGB Rundgang 2015

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Füllung

Interaktive Sound-/Foto-Installation

32 Videostills, DiBondplatten 24 cm x 36 cm

32 Audio-Spuren, 10” Touch Screen Tablet, Selbstentwickelte App

2011-2013

 

Für das Projekt „Orte, die man kennen sollte” waren wir als Teilnehmer aufgefordert, Orte der NS-Vergangenheit in Leipzig für ein Buch zu dokumentieren. Ein Buch, das von der Stadt Leipzig initiiert war.

Anstatt dokumentarische Bilder zu machen, filmte ich drei Fotografen während ihrer Exkursionen zu Gedenkstätten. Die Produktion der dokumentarischen Fotos, deren gewisse Subjektivität interessierte mich. Gleichzeitig geht es um meine Beobachtung des Beobachtenden.
Die Videostills in der Installation stammen aus dem gefilmten Material, das ich während dieser Exkursionen aufgenommen habe: Kleingartenanlage Johannistal, Denkmal für die Opfer des Massakers Abtnaundorf, Mittelschule und Zwick’sche Siedlung und Mitteldeutsche Motorenwerke (MIMO) in Taucha.

Die Installation besteht aus 32 Videostills und 32 Audio-Spuren. Jede Audio-Spur auf dem Touch Screen ist mit einem Videostill verbunden. Der Touch Screen als Audio-Archiv enthält Interviews, Gedichte mit den drei Teilnehmern und den Sound der Orte selbst. Aber gibt es einen Ort „für sich selbst”?

Wie geht man mit einer Gedenkstätte um? Welche Materialen findet man dort? Wie kann man den Ort finden? Wer erinnert an wen? Bewusst oder unbewusst trifft man als Künstler politische Entscheidungen und der direkte Bezug ist die Ästhetik und was für Werte sie enthält.

 

 

 

 

Während der Jubiläumsfeiern in Leipzig 2013 für Richard Wagner sollte Deborah Jeromins Kunstwerk, das die Form eines Bauschildes hat, am Richard Wagner Hain ausgestellt werden. Es wurde vorher mehrmals über die Jubiläumsfeierlichkeiten bei den Orte-Treffen der Gruppe gesprochen.
In einem Interview mit mir sagte Deborah, dass ihr Kunstwerk im besten Fall eine Fragestellung provozieren könnte und im schlimmsten Fall eine Reproduktion des Hains. Dieser sollte zur NS-Zeit zu einem nationalen Denkmal werden, Wagner war eine kulturelle Symbolfigur im NS. Wenn man nach dem Zweiten Weltkrieg diese Symbolfigur, die Werte, die dieses Konstrukt enthält, feiert, wird Wagners 200. Geburtstag seine Wiedergeburt als unpolitischer Künstler sein.

Deborah Jeromins Bauschild durfte nicht im Richard Wagner Hain ausgestellt werden. Die Stadt Leipzig hatte es verboten. Als Begründung wurde angegeben, dass das Bauschild „für Ratlosigkeit beim Betrachter” sorgen würde. In einer autoritären Email erklärte die Stadt Leipzig, dass die Wirkung des Kunstwerks nicht wünschenswert sei, „…Provokation hin, Intervention her… “, und empfahl der Künstlerin, „eine andere Form zu finden, die mit dem Ort vertraut macht”. Deborah traf daraufhin die Entscheidung, ihr Kunstwerk mobil zu machen.

Wer regiert heute den öffentlichen Raum in Leipzig? Der öffentlichen Raum wird durch die politischen Parteien, die Stadtregierung und Verwaltung und durch die wirtschaftliche Macht geregelt. Der Informationsstrom der Massenmedien, die Unterhaltungsindustrie sowie die Werbung nehmen viel Platz ein. Zeitgenössische Kunst hat einen begrenzten Platz. Im Rahmen der freien Kunst im öffentlichen Raum als Akteur selbstbestimmt handeln zu können, ist etwas, das man schützen muss!

Nach der Eröffnung der Orte-Ausstellung trieb mich ein Gefühl der Leere um. Ich fand es absurd, in diesem Verbots-Kontext an einer Ausstellung über die NS-Vergangenheit in Leipzig teilzunehmen. Wie kann es sein, dass gerade im Zusammenhang einer solchen Ausstellung ein Kunstverbot ausgesprochen wird? Für wen haben wir die Ausstellung gemacht? Aus dieser Dissonanz entstand eine neue Präferenz: die aktive Wahl, mein Kunstwerk von der Ausstellung aus Protest zurückzuziehen. Ich verstand langsam, dass die Arbeit von Deborah wegen ihrer Souveränität verboten wurde.

 

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Abtnaundorf

Eine Videointervention von Jakob Argauer, Danny Degner, Jakob Wierzba, Melody Panosian

27.01.2013

10.00 – 12.30

Live-Video-Übertragung, Leinwand 180 cm x 360 cm

Begleitende Publikation, DIN A4, 20 Seiten, Auflage 450

Jährlich am 27.01. lädt die Stadt Leipzig anlässlich des Gedenktages für die Opfer des
Nationalsozialismus zu einer Gedenkveranstaltung ins Neue Rathaus und zum Mahnmal in
Abtnaundorf ein.

Mit bereitgestellten Shuttle-Bussen fahren die TeilnehmerInnen vom Neuen Rathaus Leipzig zur Gedenkveranstaltung nach Abtnaundorf. Dort findet die eigentliche Gedenkveranstaltung statt, die mit dem Rücktransfer ins Rathaus, einer Schweigeminute, kurzen Redebeiträgen und einem Catering ihren Abschluss findet.

Am 27.01.2013 haben wir die Veranstaltung als Bestandteil des protokollarischen Ablaufs der
Stadt Leipzig in Form einer Videointervention, einer Publikation und eines Redebeitrags begleitet.

Dafür wurde ab 10.00 Uhr eine Live-Video-Übertragung vom Mahnmal auf eine in der Unteren
Wandelhalle des Rathauses installierte Leinwand projiziert. Zeitgleich waren damit im Rathaus die Vorbereitungen der Veranstaltung am Mahnmal, die Ankunft der Gäste, die Gedenkveranstaltung unter Beteiligung von RednerInnen und des Gewandhauskinderchores und die Abreise der TeilnehmerInnen nebst Abbau der installierten Technik zu sehen.

Während des Bustransfers haben wir eine Publikation verteilt, die sich als längerfristige
fotografische Beobachtung sowohl mit dem Ort des Mahnmals als auch mit seinem weiteren
Umfeld auseinandersetzt und das Vorgefundene jenseits von Ritualen des Gedenkens in seiner
alltäglichen Praxis sichtbar macht. Mit der Rückkehr ins Neue Rathaus hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit vor die Live-Übertragung und damit vor das Bild des eben besuchten und bereits wieder geleerten Ortes zu treten. Vor diesem Bild des Gedenkortes mit allen Spuren der Veranstaltung und bei gerade einsetzendem Schneefall haben wir unsere Arbeit in Form eines Redebeitrags vorstellen können. Um 12.30 Uhr wurde die Live-Projektion abgeschaltet.

 

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Live-painting in Modul8, photo prints, photomontage

3.12.2012

17:00-22:00

@ Container in the courtyard of Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

Documentary photo: Jakob Wierzba
www.jakobwierzba.de

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Other things

Offenes Mal-Atelier

Malerei, Zeichnungen, Objekte, Metalltisch, Video

2.-19.07.2012

@ Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

Photo (1-10): Jacob Wierzba
http://www.jakobwierzba.de/

Photo (12-16): Francesco Candi

Wenn die Bilder Dinge sind, ist der Akt des Malens Etwas Anderes. Während der Ausstellung Other things verwendete ich die Galerie als Mal-Atelier.

Mich interessierte was ich zum Malen brauchte: Keilrahmen, Klebeband, Pinsel, Pigmente und so weiter. In meinen ersten Bildern sind diese Gegenstände Motive.
Other things als etwas anderes. Other things als kulturelle Einflüsse. Aber auch Other things wenn Malerei exotisch wirkt.

Der Regelmäßige Galerie-situation für Malerei ist die betrachtenden Subjekt und Kunstwerk als Objekt. Aber in erfahrung ist ein teil alle austellungen/ Galeriesituationen
Interaktiv.
Medienkunst untersucht die Werkzeuge und das Medium – die Handlung, die Zeit, den Raum und die Verwendung des Werks.
Der Besucher stellt Verbindungen zwischen den Objekten im Raum her und wird sich dieses Prozesses bewusst, da die Objekte aus verschiedenen Positionen erfahrbar sind.
Im ausgestellten Atelier erhält alles im Raum die gleiche Bedeutung: je größer es ist, desto mehr Abstand wäre nötig. Körperliche Beteiligung wird unvermeidbar. Der Besucher taucht in den Mittelpunkt ein.

Other things ist ein Raum in sich selbst und nicht von Dingen umgeben. Other things sind die Spuren des Besuchers, seine Position im Raum. Die Spuren des Arbeitstages.
Other things nähert sich einer performativen Situation. Die Bilder werden nicht autonom sondern bleiben Kreationen des Prozesses.
Meine Frage war, was ich mit der Malerei als Medium zu tun könnte und was macht ein offene atelier Situation mit dem Raum und umgekehrt, was hat den ausgestellten Raum mit den Gemälden zu tun.

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Photosession, The Ballet Artbomb

http://www.artbomb.nl/page/5448


Direction, costume, performer: Melody Panosian

Camera: Florentina Holzinger

Location: The Amsterdam Music Theatre, Amsterdam 2011


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What kingdom. Of all damn human. Animals. Nothing important

What kingdom. Of all damn human. Animals. Nothing important

Objects, video installation, performance

2011

@ Spinnerei Leipzig

4 GB USB stick with 11 videos
The stick includes the floorplan of the performances and 11 preporatory videos with music by David Hamer Atlas, Anne Laplantine, Sean Cannock, DZR:P amongst other stars.
This collection of videos was played continously on my computer during the installation. Below the computer USB sticks, including price information. The music video King was shown during the performance.

“I need someone from the audience”. I put on King video on my computer. The audience member pours milk on me while I am upside down. I put coal on my feet and hands like chalk in sports. Acrobatics with legs and feet.
With my back to the audience, I put little red eggs in my swimsuit. Pink water runs down, mixed with the milk on the floor, it forms a pink little lake.



“I need someone from the audience, it concerns filming”. The audience member films the last 30 min of the performance. Cleaning up takes time.

Various interactions happen during the performance. Two performers from another show come in and I ask them to join.

 Kindly supported by Swedish Arts Grants Committee

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Weaving the Webs

Sara Harro & Melody Panosian

Weaving the Webs

Video installation, 8 performance actions

16 – 28.10.2009

@ Phoenix Radio, Kunsthaus Bethanien, Berlin




Weaving the Webs is a video installation that includes 8 performance actions.
Each performance action had its own title; Dry, Suitcase, Factory, Ones, Zeros, Unlooped, Looped and Woven and each about 2-7 minutes long.

The installation was transformed after each performance action; The web changed shape and quality, the net was interwoven and the boxes where moved around.

During the 3 week exhibition period mine and Sara Harro’s ideas where also interwoven.
We wanted to keep our process similar to the hypertextual chaos that is characteristic to the internets condition.
We dealt with health and community in the drudgery and mediocrity of neo-liberal culture.
We where inspired by cyborg women, innocence in all its forms, computers as artists, people as machines and nature as technology.

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Palten

Maria Norefors & Melody Panosian

Palten

Felt, polyester filling, audio track

2008

 

@ Mainzerstr. 39, Berlin

‘Palten’ is an audio object, with a 10-minute audio track; two old women from the north of Sweden chanting about their bitter love lives and snow, while riding scooters!

The CD player is situated below the plate of Palt, and the audio track can be listened to via the telephone handle.

Palt is a traditional heavy course that is mostly eaten in northern Sweden during the long dark winter months.

 

 

 

 

 

 

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Photo session, The Lonesome Cowboy for Florentina Holzinger

The poster for the performance The Lonesome Cowboy is meant to give a certain expectation to the audience before seeing the performance. Later, the expectation is not to be fulfilled. The costume is a reference to the heroine in Kill Bill, but my main aim was to place a non descript person in a rural landscape.

Direction, costume, camera: Melody Panosian

Performer: Florentina Holzinger

Location: Nieuwe Meer, Amsterdam 2008

Flyer for The Lonesome Cowboy for Florentina Holzinger


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